Windows 10: Es nervt. Ich sitze vor meinem wirklich gut funktionierenden Windows 7 Rechner und schon wieder poppt dieses Win10 Fenster auf. Beharrlich klicke ich es wieder weg. Warum will Microsoft unbedingt, dass ich endlich umsteige? Haben die ihre Quoten nicht erreicht? Ich mag mein Windows 7. Ich finde mich wirklich gut zurecht, weiß wo ich hin klicken muss, damit es das tut, was ich möchte. Umsteigen? Das hieße ja alles wieder komplett neu zu erlernen… No way! Ich hab schon genug mit anderen Dingen zu tun, keine Zeit für einen Umstieg.

Dann aber doch wieder die Bedenken: Denke ich zu altbacken? Heißt es langfristig, dass mein Unternehmen nicht mit der Zeit geht? Aus den Medien hört man doch immer wieder, welche tollen, neuen Funktionen es gibt. Und ehrlich: Das ein oder andere Feature wäre schon praktisch und würde meine Arbeit etwas erleichtern.

Trotzdem, es wird mir auferzwungen. Nicht nett! Ich alleine möchte bestimmen, wann ich umsteige. Ich muss an die Odysee denken, den ich beim Umstieg von Windows XP auf Windows 7 hatte, GEZWUNGERNER maßen. Mein damals neuer Multifunktionsdrucker war nicht kompatibel, und ein kompatibler Drucker war nicht mehr zu bekommen. Der Umstieg zog gleich einen ganzen Rattenschwanz an Erneuerungen nach sich da nichts mehr zusammenspielte. Office, Server und Branchensoftware mussten auch erneuert werden. Bis sich das alles eingespielt hat vergingen Wochen der Unproduktivität, die initialkosten enorm. Der Umstieg wurde mir genauso aufgezwungen und es war brutal.

Ich lehne mich zurück und versuche das Ganze von außen zu betrachten, was hieße für mich ein Umstieg, warum sagt Microsoft, es ist die letzte Windows Version die sie rausbringen, es wird kein Windows 11 mehr geben?!?!. Ich recherchiere. Microsoft bringt Windows 10 als „Windows-as-a-Service“ raus. Das heißt Windows bringt in regelmäßigen Abständen Rollups heraus die Windows 10 mit neuen Features erweitern. Auf einer Veranstaltung erfahre ich, das Windows 10 in 5 Jahren ganz anders aussehen könnte wie heute. Und diese Rollups sind zwingend, sonst gibt es von Microsoft keinen Support! Eine stetige zwingende Veränderung? Unbehagen steigt auf.
Nach längerem überlegen verstehe diese Strategie. Es ist wie bei Office 365 das ich schon seit Jahren im Einsatz habe und ich bin begeistert. Es funktioniert einfach. Immer wieder kleine Updates und ich hatte keinerlei Probleme mit den Neuerungen zurecht zu kommen.

Windows mag in 5 Jahren anders aussehen, aber nicht mehr mit diesen großen Umstiegen wie sie bisher stattgefunden haben. Es wird ein leichtes sein diese Veränderungen als Anwender mit zu leben.

So gesehen sind mir kleinere stetige Umstiege lieber, die Produktivität leidet nicht so sehr und ich bleibe immer am laufenden. Und am Ende will ich doch auch mit der Zeit gehen, denn alt werden ist auch nicht so mein Ding. Die Entscheidung ist gefallen, mein Mauszeiger bewegt sich… „Jetzt upgraden“!