Was vor einigen Jahren noch der Begriff „Cloud“ war, ist heute – wo jeder mittlerweile in der Cloud ist – das Schlagwort „ Internet der Dinge“ (englisch „Internet of Things“, Kurzform: „IoT“). Doch was ist das eigentlich genau und wozu brauchen wir bzw. unsere Dinge dieses Novum?

Das Internet der Dinge bezeichnet die Vernetzung verschiedenster Gegenstände, Geräte und Systeme mittels Internet. Sinn und Zweck hierbei ist es, den Dingen um uns rum, die bisher auf menschliche Steuerung angewiesen waren, eine Art Eigenleben einzuhauchen. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas gruselig. Doch die Möglichkeiten, die sich hierdurch ergeben, sind schier unbegrenzt und in ihrer Vielfältigkeit aktuell nur zu erahnen.

Dingen die Möglichkeit zu geben miteinander zu kommunizieren und Informationslücke zwischen der physischen und virtuellen Welt zu minimieren, soll sowohl zur Verbesserung der Nutzbarkeit ausgewertet werden, als auch zur Verbesserung der Situation des umgebenden Bereiches.

Für das IoT ist es demnach wichtig, vernetzbare und auswertbare Dinge einzusetzen, nach dem Prinzip „If this, then that“. Ein kleines Szenario hierzu: Pünktlich zum Aufstehen morgens werden die Jalousien automatisch hochgefahren, die Fenster zum Lüften geöffnet und die Kaffeemaschine eingeschalten. Verlässt man das Haus, schaltet sich der Staubsaugerroboter ein, die Haustür schließt automatisch ab, die Alarmanlage wird aktiviert. Beim Betreten des Büros wird der PC automatisch hochgefahren und der Bürostuhl automatisch nach ergonomischen Richtlinien eingestellt. Sobald der Patronenstand des Druckers ein Minimum erreicht hat, wird automatisch eine neue Patrone nachbestellt.

Eines der im Büroalltag bereits im Einsatz befindlichen Gebiete ist das Monitoring, das auch wir seit langem schon einsetzen. Bei Ausfall bestimmter Systeme werden automatisch Dienstleistungsprozesse in Gang gesetzt.

Safety First

Die Vielfalt von IoT in Verbindung mit Cloud-Diensten bietet natürlich auch eine gewisse Angriffsfläche für Missbrauch, da die Dinge Daten über ihre Nutzer sammeln, speichern und austauschen. Die Netzwerkgrenzen sind vage. Entscheidend ist daher bei Einsatz von IoT sich mit Sicherheitsstandard auseinander zu setzen und diese in die Konzeptionen mit einfließen zu lassen.

Wie bereits erwähnt, ist eine Einschätzung der Möglichkeiten, aber auch Risiken im Internet der Dinge noch recht diffus. IoT ist nicht einfach ein neues Feature im Produkt. IoT ermöglicht neue, automatisierte Kommunikationswege zwischen den Dingen, Maschinen, Fahrzeugen, Cloud-Diensten und Anwendern. Es wird in Zukunft Geschäftsmodelle und auch die Beziehung zwischen Händler, Kunde und Anwender verändern. Man spricht auch von Industrie 4.0 und das wird nicht spurlos an uns vorbeigehen. Alles was vernetzt oder automatisiert werden kann, wir über kurz oder lang auch vernetzt und automatisiert werden.